Die Taufe ist das Sakrament des Anfangs: Wenn Menschen sich auf den Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen lassen, bekennen sie damit ihren christlichen Glauben und werden so Mitglied der Kirche.​

Kindertaufe

Mit der Kindertaufe verbindet sich oft auch der Wunsch, das neue Leben zu begrüßen, es in allen seinen Facetten gutzuheißen und Gott um seinen Segen und seine Begleitung zu bitten. Ein Säugling oder Kleinkind kann natürlich noch kein eigenes Bekenntnis zu Jesus Christus ablegen. Das sprechen Eltern und Paten stellvertretend für das Kind. Dieses hat dann die Möglichkeit das Taufversprechen mit der Konfirmation zu bestätigen und so dem eigenen Willen Ausdruck zu geben.

Taufe Heranwachsender

Viele Kinder werden heute nicht mehr in den ersten Lebenswochen getauft, immer öfter werden auch Jugendliche im Zusammenhang mit der Konfirmation getauft. Manchmal kommt der Wunsch eines Kindes oder eines Jugendlichen, sich taufen zu lassen, selbst für die Eltern unvermittelt. Besonders dann kann die Taufe ein Anlass sein, sich mit religiösen Fragen auseinander zu setzen und den eigenen Glauben zu vertiefen.

Erwachsenentaufe

Zunehmend lassen sich auch Erwachsene taufen. Dafür gibt es die unterschiedlichsten Beweggründe. Einschneidende Ereignisse, prägende persönliche Erlebnisse oder auch die Frage nach dem Sinn des Lebens lösen eine Suche aus. Gegenüber der Kindertaufe unterstreicht die Erwachsenentaufe die persönliche Glaubensüberzeugung des Täuflings. Häufig geht ihr ein längerer Entscheidungsweg voraus. Als Erwachsener übernimmt man selbst die Verantwortung für diesen Glaubensschritt und benötigt keine Paten mehr.

Wegweiser zur Taufe

  1. Gemeindefindung: Wenn Sie für sich oder Ihr Kind die Taufe wünschen, überlegen Sie zunächst wo diese stattfinden soll.

  2. Anmeldung: Am einfachsten ist es, wenn Sie im zuständigen Gemeindebüro oder im Pfarramt anrufen und einen Termin für ein Taufgespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer vereinbaren. Beachten Sie bitte: Zwischen Anmeldung und Taufe sollten etwa sechs bis acht Wochen liegen.

  3. Gespräch: Innerhalb des Taufgespräches können dann alle offenen Fragen geklärt und der Ablauf des Gottesdienstes besprochen werden.

Zur Anmeldung bereit halten sollten Sie folgende Formulare:

  1. Familienstammbuch, falls vorhanden Geburtsurkunde (Bescheinigung „für religiöse Zwecke“)

  2. Falls die Patinnen bzw. Paten ihren Wohnsitz nicht in der Gemeinde haben, in der das Kind getauft wird, benötigen diese Mitgliedsbescheinigungen aus ihren eigenen Kirchengemeinden, das sind sogenannte Patenscheine.

  3. Findet die Taufe nicht in der eigenen Gemeinde statt, benötigen Sie eine sogenannte Dimissoriale. Hinter dem komplizierten Wort verbirgt sich, wie beim Patenschein, eine Mitgliedsbescheinigung.

Anregungen zu möglichen Taufsprüchen finden Sie unter taufspruch.de.