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Prävention von sexualisierter Gewalt

Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. (Römerbrief 13, 10)

Wir verdanken unser Leben der unerschöpflichen Liebe Gottes. Wir verstehen es als den Auftrag der Kirche Jesu Christi, die Botschaft von Gottes Güte und Liebe in unseren Gemeinden und Einrichtungen an andere Menschen weiterzugeben. Dazu braucht es eine Atmosphäre der Offenheit, der gegenseitigen Achtung und des Vertrauens. Doch gerade im Vertrauensraum Kirche ist vielen Menschen jahrzehntelang durch Missbrauch und sexualisierte Gewalt großes Leid zugefügt worden. Das hat bei den Betroffenen tiefe körperliche und seelische Spuren hinterlassen. Christliche Gemeinden und Einrichtungen, die sich auf Gottes Liebe berufen, treffen diese Vergehen ins Herz.

Für beruflich und ehrenamtlich in der Kirche Mitarbeitende ist es daher unerlässlich, den Schutz zu gewährleisten, den die uns anvertrauten Menschen erwarten. Missbrauch und sexualisierte Gewalt können jeden betreffen. Kinder und Heranwachsende, Menschen mit Behinderung, Ältere, Hilfsbedürftige, Schwache und Kranke sind besonders gefährdet, doch jeder Mensch kann sexualisierte Gewalt erfahren.

Das vorliegende Konzept zum Schutz gegen sexualisierte Gewalt ist daher als Anleitung und Hilfe gedacht, um präventiv eine Kultur des Hinsehens und der Aufmerksamkeit zu etablieren. Es soll beruflich und ehrenamtlich Beschäftigte anleiten, Hinweise auf Missbrauch und sexualisierte Gewalt zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren. Zudem beschreibt es die Schritte, die ein klar geregeltes Vorgehen im Verdachtsfall ermöglichen und es gibt Hinweise, wie einem Verdacht ohne Scheu und ohne Vorverurteilung nachgegangen werden kann. Und schließlich werden Interventionspläne sowie Kontakte für Hilfe und Beratung angeboten.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat alle Kirchenkreise und Gemeinden aufgefordert, ein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt zu erarbeiten und in ihrem Verantwortungsbereich umzusetzen. Jede Leitungsebene soll dafür Sorge tragen, dass alle Beteiligten ihre Rechte und Pflichten zum Schutz gegen Gewalt und Missbrauch kennenlernen. Diesem Auftrag kommt der evangelische Kirchenkreis Reinickendorf mit dem vorliegenden Konzept nach. Das Ziel des Konzeptes wäre erreicht, wenn es im schlimmsten Fall zu Aufklärung und Hilfe beiträgt, im besten Fall jedoch vor einer Situation der Übergriffigkeit und Grenzverletzung schützen kann.

Beate Hornschuh-Böhm, Superintendentin


Hier finden Sie das Konzept gegen sexualisierte Gewalt des Kirchenkreises Reinickendorf.

Hintergründe und  Informationen zum Thema Präventionsarbeit kann man auf dem Portal www.hinschauen-helfen-handeln.de lesen, einer Initiative der evangelischen Landeskirchen und der Diakonie gegen sexualisierte Gewalt.

Termine zur Präventionsarbeit

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